Kokosöl

Speiseöle · Kokosöl

Kokosöl: hitzestabil, aber kein Superfood

Zwischen Hype und Realität liegt die Wahrheit. Wir ordnen Kokosöl ehrlich ein: stark zum Braten, umstritten beim Thema Herz, beliebt in der Pflege.

Die ehrliche Einordnung
Die Basis

Was Kokosöl besonders macht

Kokosöl ist bei Raumtemperatur fest und besteht zu rund 92 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Ein grosser Teil davon ist Laurinsäure, eine mittelkettige Fettsäure mit etwa 45 bis 50 Prozent Anteil.

Diese Zusammensetzung macht Kokosöl sehr hitzestabil. Anders als die mehrfach ungesättigten Saatöle verträgt es hohe Temperaturen gut und eignet sich daher zum Braten, Backen und auch zum Frittieren.

Werbung
Kokosöl nativ bio

Top-bewertete Produkte vergleichen, Preise checken und direkt bestellen.

Bei Amazon ansehen

Die ehrliche Gesundheits-Einordnung

Kokosöl wurde lange als Superfood gefeiert. Die Studienlage ist nüchterner. In kontrollierten Untersuchungen hob Kokosöl das LDL-Cholesterin ähnlich stark wie andere gesättigte Fette, in sieben von sieben Studien. Zugleich kann es das HDL-Cholesterin erhöhen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, gesättigte Fette zu begrenzen und überwiegend Öle mit ungesättigten Fettsäuren zu nutzen, etwa Oliven-, Raps-, Walnuss- oder Leinöl.

Unsere ehrliche Einordnung: Kokosöl ist kein Wundermittel, aber auch kein Gift. Sein echter Vorteil ist die Hitzestabilität. Genau dort, wo empfindliche Saatöle beim starken Erhitzen Probleme machen, ist Kokosöl die robustere Wahl. Als tägliches Hauptfett in grossen Mengen ist es wegen der gesättigten Fette dagegen nicht ideal. Wir liefern dir die Fakten, die Entscheidung bleibt bei dir.

Nicht nur Küche

Beliebt für Haut und Haar

Kokosöl hat sich auch in der natürlichen Pflege einen Namen gemacht. Es spendet Feuchtigkeit, wird als Haarkur, Hautpflege oder sanfter Make-up-Entferner verwendet und zieht angenehm ein. Für die Pflege lohnt sich natives, kaltgepresstes Bio-Kokosöl, das noch nach Kokos duftet.

Worauf du beim Kauf achtest

  • Nativ und kaltgepresst: hochwertiges Kokosöl duftet und schmeckt nach Kokos. Es ist schonend gewonnen und naturbelassen.
  • Bio-Qualität: sichert kontrollierten Anbau ohne unnötige Rückstände.
  • Raffiniert heisst geschmacksneutral: desodoriertes Kokosöl ist stärker verarbeitet und neutral. Praktisch zum Braten, aber ohne das volle Aroma.
  • Massvoll einsetzen: als hitzestabiles Öl für die Pfanne ja, als alleiniges Hauptfett eher nicht.

Quellen und weiterführende Infos

  • Kokosöl: Gesund oder nicht? , BARMER
  • Ist Kokosöl gesund? Faktencheck , AOK
  • Kokosöl (Kokosfett) , Wikipedia

Welches Öl für welche Pfanne?

Im Speiseöl-Überblick zeigen wir dir, welches Öl hohe Hitze verträgt und welches besser kalt bleibt.

Zurück zu den Speiseölen